Part of an OVC on site in Mexico

Erster VKT in Mexiko in Betrieb genommen

Installation von C-VKT schließt letzte Lücke

Unter den zuckerproduzierenden Ländern Lateinamerikas gilt Mexiko als Innovator. Man engagiert sich für neue Technologien und ist stets interessiert an Möglichkeiten, den Produktionsprozess durch Optimierung des Energieverbrauchs und Erhöhung der Zuckerausbeute zu verbessern – mithilfe von BMA.

Mexiko ist in der Tat das Land in Lateinamerika, in dem Ausrüstungen von BMA traditionell eine große Rolle spielen. Kühlungskristallisator (OVC), Melasse-Magma-Mischer (MMM; unsere Lösung für die Anwärmung von Magma), Magmapumpe: Diese Ausrüstungen von BMA passen wunderbar zu den in Mexiko beliebten K-Zentrifugen. Die Leistungsstärke dieser Technologie hat sich so schnell herumgesprochen, dass heute bereits 13 OVC in Lateinamerika stehen, neun davon in Mexiko.  

Nun fehlte nur noch der Verdampfungskristallisationsturm (VKT) – zumindest bis jetzt. Die Grupo Piasa hat im Mai 2018 beschlossen, die OVC-Kühlkristallisatoren in der Fabrik Adolfo Lopez Mateos durch den hochmodernen kontinuierlichen Kristallisationsturm von BMA für die C-Kristallisationsstation zu ergänzen.

Mit voller Leistungskraft

Ein VKT besteht aus vier separaten, übereinander angeordneten Kristallisationskammern (Brüdenraum und Heizkammer mit doppelkonischem Ablaufboden). Jede Kammer hat ihr eigenes Rührwerk; Heizdampfdruck, Brüdendruck und Trockensubstanzgehalt lassen sich individuell steuern. So kann sogar eine Kammer gereinigt werden, ohne dass sich dies nachteilig auf die Leistung auswirkt.  

Das Magma fließt von oben nach unten – mit homogenem Kristallwachstum in jeder Kammer. Die Zugabe der Einzugslösung in jede Kammer wird automatisch durch den erforderlichen Sollwert der Trockensubstanz in jeder Kammer entsprechend gesteuert. Mit Kristallfuß wird nur die oberste Kammer befüllt (bzw. die zweite, wenn die erste gereinigt wird), proportional zur gesamten Einzugslösungsmenge. Dadurch kann eine gleichmäßige Kristallgröße des abgezogenen Magmas aus der letzten Kammer erreicht werden.    

Durch die Konstruktion von Kammer und Rührwerk wird eine sehr gute Zirkulation des Magmas erreicht. Aus diesem Grund und wegen des niedrigen Füllstands in den Kammern wird nur ein niedriger Heizdampfdruck benötigt.

Viele Pluspunkte bei der Installation

Durch seine kontinuierliche Betriebsweise sorgt der VKT für eine gleichmäßige Abnahme von Heizdampf aus den Verdampfern, von Einzugslösung und Kristallfuß sowie für eine konstante Kondensat- und Magmaproduktion entsprechend der notwendigen Verarbeitungsleistung. Außerdem bietet er enorme Vorteile bei der Installation: Er benötigt keinen zusätzlichen Stahlbau, hat einen geringen Platzbedarf und kann im Außenbereich aufgestellt werden.  

Die großen Vorteile des VKT und seine Betriebsflexibilität waren wesentliche Gründe für die in Mexiko zu den Pionieren gehörende Grupo PIASA, sich klar vom Standard abzuheben: Der Kunde entschied sich für die Installation eines 4-Kammer-VKT und hat so die letzte Lücke geschlossen. In der Fabrik Adolfo López Mateos der Piasa Gruppe erfolgt die Verarbeitung von C-Zucker nun ausschließlich mit Ausrüstungen von BMA.

Maria Cramer
Autorin des Artikels