Aus dem Labor in die Praxis

Warum Wissenschaft für uns von besonderer Bedeutung ist

Die Anlagen von BMA werden ständig verbessert – auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen. Durch sie gewinnen wir neue Erkenntnisse für die Produktentwicklung.

Für bessere Technologien und Prozesse, für mehr Einsatzmöglichkeiten und Funktionen: Bei BMA haben Forschung und Entwicklung einen hohen Stellenwert. Wir sammeln Ideen, bewerten sie, wählen die besten aus. Und wir setzen die Ideen um, indem wir Konzepte erstellen, Prototypen entwickeln, die Praxistauglichkeit nachweisen – auf wissenschaftlicher Basis.

Grundlagenuntersuchungen im Bereich Rohrzucker

BMA bringt etablierte Ausrüstungen aus der Rübenzuckerindustrie auch in der Rohrzuckerindustrie erfolgreich zum Einsatz. Dieser Technologietransfer von Rübe zu Rohr ist für viele Prozessstufen möglich. Die Forschungsarbeit im BMA- Labor unterstützt mit wissenschaftlichen Methoden die praktische Umsetzung.

Für Ausrüstungen der Kristallisation er- fasst BMA regelmäßig spezifische Daten. In einer neuen Untersuchung überprüfen wir die Siedepunkterhöhung von Rohrzuckermelassen. Mit diesem Wissen lassen sich die Produktionsergebnisse von Kristallisationsanlagen auch in Rohrzuckerfabriken sicher vorhersagen und zudem die optimale energetische Einbindung festlegen.

Die Siedepunkterhöhung wird anhand der Siedetemperaturen ermittelt. Zum Messen der Siedetemperatur hat unser Labor eine spezielle Glasapparatur ver- wandt, die im Unterdruckbereich zum Einsatz kommt. Durch Veränderung des Siededrucks, des Trockensubstanzgehalts und der Melassereinheit ergibt sich ein Parameterfeld für die Siedepunkterhöhung von Rohrzuckermelasse. Die Siedepunkterhöhung ergibt sich aus der Korrelation zum eingestellten Druck und zur Wassersiedetemperatur.

Diese Daten machen es möglich, für eine Rohrzuckerfabrik die Verdampfungskristallisation und im Anschluss die Kühlungskristallisation zuverlässig auszulegen.

Bessere Ablauftrennung bei periodischen Zentrifugen

Wann ist eine Idee genial? Wenn sie für die Praxis nicht nur unerwartet wertvoll, sondern auch einfach umzusetzen ist. Doch gerade weil die Idee so einfach ist, gibt es manchmal Zweifel an ihrer Wirksamkeit. Für die Siruptrennung in den E-Zentrifugen stellt sich deshalb die Frage: Was bringt der Siruptrennkanal wirklich?

Über den Zeitraum von zwei Kampagnen hat BMA die Siruptrennung unter verschiedenen Betriebsbedingungen unter- sucht. Im Vordergrund standen: die Variation der Wasserdecke mit Blick auf Quantität und Einsatzzeitpunkt, die Nutzung von Sirupdecke und der Einfluss der Magmaqualität.

Die wissenschaftliche Auswertung der Untersuchung belegt eindeutig, dass die Siruptrennung für Betreiber einen großen Vorteil mit sich bringt: Die Farbe im Weißablauf wird bei derselben Menge entweder mehr als halbiert oder die Weißablaufmenge wird bei derselben Weißablaufqualität nahezu verdoppelt.

Die erste Betriebsweise verringert die Rücknahme von zu viel Farbe in den Kristallisationsprozess und trägt zur Sicherung der Produktqualität bei; die zweite leistet einen Beitrag, um die Ausbeute in der Kristallisationsstufe zu erhöhen.

In den E-Zentrifugen hat BMA die Neuentwicklung der Siruptrennrinne als Standard eingebaut.

Slurrymühle: Anpassung an EU-Vorgaben

Kleines Detail, große Wirkung: Das gilt bei der Anpassung unserer Slurrymühle an die neuen Vorschriften des Explosionsschutzes. Um die explosionsfähige Mischung von Isopropanol und Sauerstoff im Mahlraum der Slurrymühle auszuschließen, wird die Mühle nach dem Befüllen mit Stickstoff gespült und im Anschluss der Mahlraum verschlossen. Somit befindet sich kein Sauerstoff in der Mischung.

Vor dem Kundeneinsatz haben wir unter- sucht, welche Folgen diese Anpassung hat. Überraschenderweise änderte sich das Mahlergebnis: Die Kristallgrößenverteilung, dargestellt als CV-Wert des Kristallisats aus der Slurry, verschlechterte sich von unter 30 auf 45 Prozent. Die Slurry eignete sich nur noch bedingt zum Impfen von Kristallisatoren.

In unseren Untersuchungen im Labor fanden wir heraus, auf welchem Weg das ursprüngliche Mahlergebnis wiederhergestellt und der Einsatz der Slurrymühle sichergestellt werden kann: durch Verlängerung der Mahlzeit. Die Erkenntnis: Eine um 50 Prozent längere Mahlzeit bewirkt einen CV-Wert von 25 bis 28 Prozent – bei unveränderter mittlerer Partikelgröße der Slurry von etwa 10 Mikrometer.

Aus dem Labor in die Praxis: BMA liefert die Slurrymühle mit veränderter Rezeptur aus.

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