Praktikantin bei BMA

Interview mit Frau Johanna Reus, Werkstudentin bei BMA im Project Planning Department.

In welchem Rahmen fiel dein Praktikum an?

Es war ein Pflichtpraktikum für meinen Bachelorabschluss.

Welche Anforderungen / Erwartungen hattest du zu Beginn?

Ich habe mein Praktikum am 01.04.2019 angefangen und die Werksstudententätigkeit am 01.07.2019. Ich habe mir von dem Praktikum erhofft, dass ich einen relativ großen Einblick in die verschiedenen Bereiche erhalte, die zum Ingenieurstudium dazu gehört. Da BMA ein mittelständisches Unternehmen ist, kann man bereits als Praktikant im Rahmen der Möglichkeiten viel Verantwortung übernehmen und auch die im Studium erlernte Theorie in der Praxis anwenden.

Welche Praxiserfahrung konntest du bisher sammeln und welche kommt mit deinen Erwartungen überein?

Im Praktikum habe ich einen Versuchsaufbau geplant und da konnte ich wirklich viel aus dem Studium anwenden, was ich mir anfangs auch so erhofft habe.

Was genau war das für ein Versuchsaufbau?

Das war für den Saftverteiler im Fallfilmverdampfer, bei dem die Überlegung im Raum stand, Kostenersparnispotenziale zu erzielen. Ich habe vorerst die Kostenstruktur und den Fertigungsprozess untersucht. So konnte ich verstehen, wie so etwas überhaupt gefertigt wird. Dann kam die Idee auf, dass man einen Mini-Saftverteiler bauen könnte, im Kleinstmaßstab, um daran Versuche im Technikum fahren zu können. Daraufhin habe ich eine kleine Anlage geplant, natürlich in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Mitarbeiter. Die Versuche hierzu haben ab Januar stattgefunden. Es hat zwar viel Zeit in Anspruch genommen, aber das Gute war, dass ich viel selber geplant habe und auch viele Formeln die man so aus den Vorlesungen kannte, anwenden musste. Da kam dann der Aha-Moment, den irgendwann jeder Student hat, wenn man versteht: „Das was ich in der Uni so lerne, macht ja doch irgendwie Sinn".

Könntest du dir eine Einstellung nach abgeschlossenem Studium bei BMA vorstellen?

Ich habe den Bachelor in Bio-, Chemie- und Pharma-Ingenieurwesen gemacht. Ich habe mich im Studium in Pharma-Ingenieurwesen spezialisiert. Deshalb fände ich es auch ganz spannend, mal in der Branche zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Dennoch würde ich es nicht ablehnen, sollte ein Angebot für eine Festeinstellung kommen. Die stadtnahe Lage und das generelle Betriebsklima gefallen mir sehr gut.

Wo hast du dich über ein Praktikum bei BMA informiert?

Ich habe vor meinem Praktikum bei BMA an einem Institut an der Uni Braunschweig gearbeitet. Dort wurde angefragt, ob die Studierenden Lust haben, bei BMA an einer Versuchsreihe im Technikum mitzuwirken. Ich hatte dazu Lust und habe eine Woche in der Nachtschicht mitgeholfen. So bin ich dann auch erst richtig auf BMA aufmerksam geworden, da ich nur für mein Studium nach Braunschweig gekommen bin und die ortsansässigen Unternehmen nicht wirklich kannte.

Warum genau BMA?

Ich finde es gut, dass BMA ein verfahrenstechnischer Betrieb mit Headquarter in Braunschweig ist. Ich glaube auch, dass BMA der einzige verfahrenstechnische Betrieb hier in der Nähe ist, bei dem auch auf dem Gelände angrenzend der Fertigungsbereich ist. Also bin ich zur Personalabteilung gegangen und habe mich für ein Praktikum beworben.

Du tauschst dich ja sicherlich mit anderen Studenten aus. Was empfindest du hier bei BMA als besonders angenehm oder interessant und was eher nicht so gut?

Wie bereits erwähnt, gefallen mir die Aufgabengebiete der Forschung und Entwicklung sehr, außerdem ist das Betriebsklima ein sehr angenehmes. Nicht so gut gefallen haben mir teilweise die etwas konservativen Strukturen, die in einem mittelständischen Unternehmen generell meist vorhanden sind. Man könnte einen etwas jüngeren Stil oder moderneren Stil in den ein oder anderen Prozesse einfließen lassen.

Wie lang ist deine Anreise morgens?

Früh morgens brauche ich ca. 15 Minuten mit dem Rad.

Was war im Rahmen deines Praktikums dein einprägsamstes Erlebnis?

Am einprägsamsten war eigentlich meines Empfindens nach die Planung des Versuchsaufbaus, und dass ich ihn am Ende des Prozesses fertig sehen konnte. Ich war dann schon stolz, als die Versuchsanlage, die man selbst so lange geplant hat, endlich fertig war und man die ersten Versuche fahren konnte.

Welche persönlichen Tipps hast du für Studenten, die später mal in deine Lage kommen?

Ich habe immer das Gefühl, dass gerade hier in der Region alle nur VW im Kopf haben oder nur diese Globalplayer, um das am Ende des Studiums auf ihrem Zeugnis stehen zu haben. Gerade in einem Praktikum lernt man viel mehr, wenn man in kleinere oder mittelständische Unternehmen geht. Man sollte „einfach mal über den Tellerrand hinaus schauen ;o)

Es muss also nicht immer so ein Riesenbetrieb sein, denn gerade in so einem mittelständischen Unternehmen wie BMA lernt man viel mehr, weil man das große Ganze hat, wo alles zusammenkommt. So hat man auch als Praktikant schon die Möglichkeit, seine eigenen kleinen Aufgaben und Projekte zu leiten bzw. die Möglichkeit, diese von Anfang auf an mit aufzubauen.

Wie verbindest du den Arbeitsalltag mit Studium und Freizeit?

Es ist so ein wenig zweigeteilt. Als ich das Praktikum gemacht habe, habe ich in Vollzeit bei BMA gearbeitet. Es war eine neue Erfahrung voll zu arbeiten und keine Vorlesungen zu haben. Oder auch das Einkaufen zur Mittagszeit, in der es schön leer ist, konnte dann natürlich nicht mehr erfolgen. Man musste abends einkaufen gehen, nachdem der Praktikumstag beendet war. Dennoch war es eine schöne Zeit. Und jetzt bin ich als Werksstudentin hier bei BMA. Es ist schon sehr anstrengend, weil ich teilweise an Tagen, an denen ich arbeite, von 8-18 Uhr unterwegs bin, weil morgens Vorlesungen sind und nachmittags die Arbeit drankommt und dann muss man zusätzlich abends noch lernen. Dennoch denke ich, dass es ganz gut funktioniert und ich meistens auch gut die Arbeitszeit tauschen konnte, wenn ich mal eine wichtige Vorlesung oder so hatte.

Was war dein schönstes Erlebnis hier?

Das Teppichcurling - Spiel auf der letzten Weihnachtsfeier gegen ein Vorstandsmitglied höchst persönlich :o)

Vielen Dank für diese Einblicke. Wir freuen uns, dass du uns mit deiner Tätigkeit unterstützt und wünschen dir für deinen weiteren Werdegang alles Gute!