BMA Mitarbeiter auf einer Baustelle mit einem Kunden

Interview mit Sascha Sonntag, Senior Manager Field Service

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Meine Familie, vor allem meine mittlerweile 10jährige Tochter. Meinen Beruf übe ich seit 20 Jahren aus. Meine Frau und ich haben damals entschieden, dass sie im Zuge unserer Familienplanung ihren Job zurückstellt.  Das hat mir beruflich und privat natürlich den Rücken gestärkt. 

Warum machst du heute den Job, den Du heute machst?

Man setzt sich ja ein paar Ziele im Leben und gleich im Anschluss an die Lehre bot sich die Gelegenheit eines Baustelleneinsatzes in der Schweiz. Ich bin ein typisches Wendekind, das war für mich damals die große weite Welt, ich habe mich frei gefühlt! Bis dahin bin ich ausschließlich zwischen Aschersleben und Braunschweig gependelt. Meine nächste Stelle, in einem Unternehmen im Bereich Förderanlagen, war gleich Richtmeister und die Baustelleneinsätze wurden internationaler. Das Unternehmen befand sich in der Kurzarbeit, die Situation war ungewiss und Vereinbarungen wurden aufgrund der wirtschaftlichen Situation umgeworfen. Durch einen Kollegen bin ich dann auf BMA gekommen. Er erzählte von seiner Bewerbung. Daraufhin habe ich mich über BMA informiert und mir gedacht: „Ich habe in den Bereichen Salz, Kies und Getreide gearbeitet, dann kann ich auch Zucker!“ Ich bekam die Position.  

Die Einarbeitung war wirklich klasse und bei Einsätzen auf Langzeit-Baustellen findet sich die Zeit auch das Land kennenzulernen. Vor Ort bist du der erste Ansprechpartner für den Kunden und manchmal auch Entertainer. Mein interkulturelles Verständnis ist dadurch extrem ausgeprägt. Das ist ein großer Vorteil.

Das Reisen hat mich viel offener gemacht, aber auch geerdet. Innen- und Außenpolitik, Schule und Soziales, das sind Themen, bei denen ich mir bei Familienfeiern oftmals auf die Zunge beißen muss. Probleme? Ich habe sauberes fließendes Wasser, Strom, Essen sowie ein Dach über dem Kopf.

Was wird Dein nächstes Projekt?

Seit Februar 2020 bin ich Teamleiter für den Bereich Field Service Project Products und mein Arbeitsplatz ist jetzt vorrangig im Büro. Zudem möchte ich berufsbegleitend die Technikerausbildung absolvieren. Mit diesem Schritt kann ich auch meine Frau hinsichtlich der Betreuung unserer Tochter mehr unterstützen. Den Satz: „Du bist viel unterwegs“, kenne ich natürlich auch. Die Dinge mal aus der Hand zu geben, ist jetzt ein Lernprozess für meine Frau. 

Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?

Mein Bruder und ich sind beide in die Ausbildung gelangt und haben einen Beruf erlernt. Das war für meine Eltern, insbesondere nach der Wende wichtig. Ich selbst wollte eigentlich zum Radio und Moderator werden.

Sascha auch das hätten wir Dir zugetraut, umso schöner, dass Du ein BMAler bist. Herzlichen Dank!