Schwertransport – die Königsdisziplin der Logistik

Das Herzstück von Zuckerfabriken sind Großapparate mit enormen Abmessungen. Das erfordert maßgeschneiderte Lösungen, auch in der Logistik.

Umlegen des Kühlungskristallisators
Umlegen des Kühlungskristallisators

Vorbereitung für die Schwergewichte

Bei der Durchführung eines Schwertransports ist oft die Infrastruktur der begrenzende Faktor. Schnell sind Durchfahrtshöhen zu niedrig oder zulässige Brückenbelastungen überschritten. Dank jahrelanger Erfahrung mit den richtigen Schwertransportspezialisten gelingt es den Experten der BMA-Logistikabteilung, jedes Bauteil pünktlich und unbeschadet an seinen Bestimmungsort zu bringen.

Verpacken und Auflegen auf Transportsattel
Verpacken und Auflegen auf Transportsattel

2015 erhielt BMA den Auftrag, zwei in Braunschweig gefertigte Kristallisatoren mit einer Länge von jeweils 30 Metern, einem Durchmesser von 4,50 Metern und einem Gewicht von 75 Tonnen per LKW zum Binnenhafen nach Salzgitter-Beddingen zu transportieren. Die akribische Vorbereitung begann schon mehrere Monate vor dem Transport; mögliche Strecken wurden geprüft und die erforderlichen Genehmigungen beantragt. Herausforderung war unter anderem die Querung einer stark befahrenen Autobahn und der Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke Frankfurt-Berlin. Hierfür genehmigte die Deutsche Bahn ein Zeitfenster von maximal 30 Minuten, in denen der gesamte Zugverkehr auf dieser Strecke ruhte.

Beeindruckende LKW-Kombination

  • 700 PS
  • 16 Achsen
  • 41.50 Meter Gesamtlänge
  • 179 Tonnen Gesamtgewicht pro LKW

Für Transport und Verladung der beiden Kristallisatoren wurden zwei spezielle LKW-Kombinationen sowie ein 500- und ein 200-Tonnen-Mobilkran ausgewählt.

Links: Höhenkontrolle und Lagesicherung, Rechts: Abtransport

Links: Höhenkontrolle und Lagesicherung, Rechts: Abtransport

Erfolgreicher Transport

Am Verladetag wurden früh morgens die beiden Kräne in Position gebracht und vorbereitet. Die bereits in der Nacht eingetroffenen Schwerlast-LKW wurden zusammengebaut und die Vorspannung in die Kesselbrücken aufgebracht. Damit konnte der fertig beladene LKW die vorgeschriebene Bodenfreiheit und Höhe einhalten. Nach der Abnahme durch die Polizei setzten sich beide LKW mit einer Eskorte von mehreren Streifenwagen und Begleitfahrzeugen in Bewegung. Entlang der Strecke war indes längst der Begleitservice tätig: Die Autobahn wurde gesperrt, Leitplanken und Schilderbrücken demontiert, Ampeln entfernt, Oberleitungen der Straßenbahn angehoben sowie Bleche und Überfahrhilfen an den kritischen Stellen ausgelegt. Pünktlich wurde der Bahnübergang erreicht und passiert. Auf dem weiteren Weg waren nur noch enge Ortsdurchfahrten und Kreisel als Hindernisse zu überwinden. Dank der perfekten Organisation gab es freie Fahrt auf der gesamten Strecke.

Am nächsten Morgen standen die beiden LKW pünktlich um 7.00 Uhr zur Umladung im Hafen bereit – der Transport war ein Erfolg.

Frank Müller-Nentwig
BMA AG
sales@bma-de.com


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