Interview

BMA Info im Gespra?ch mit Igor Djoukwe?

Igor Djoukwe? ist Directeur de l‘usine der Compagnie Sucrie?re Se?ne?galaise mit Sitz in Dakar, Senegal. Von 2006 bis 2014 war Igor Djoukwe? Mitarbeiter von BMA AG, zuletzt als Senior Sales Manager fu?r die Region Westafrika.

Info:
Herr Djoukwe?, in der Vergangenheit war BMA vor allem im Bereich von Rübenzuckeranlagen und Raffinerien aktiv. Erst in den letzten drei bis vier Jahren wurden die Aktivitäten auch in der Rohrzuckerindustrie wieder verstärkt. Als ehemaliger Mitarbeiter und heutiger Kunde von BMA haben Sie eine einzigartige Perspektive auf die Chancen, aber auch auf die Risiken, die sich BMA in der Rohrzuckerindustrie bieten. Welchen Stellenwert hat BMA Ihrer Meinung nach in der Branche?

Djoukwe?:
Zu Anfang dachten viele, dass BMA auf die Bedürfnisse dieses Marktes nicht wirklich vorbereitet ist. Das hat sich allerdings schnell geändert. Man hat inzwischen festgestellt, dass die Erfahrungen, die BMA in der Rübenzuckerindustrie gesammelt hat, in sehr vielen Bereichen auch hervorragend auf die Rohrzuckerindustrie übertragbar sind. Vor allem, wenn es um das Thema Energieeffizienz geht. Viele Fabriken investieren heute stärker in ihre Effizienz und BMA hat eine sehr gute Engineering-Abteilung, die im Bereich Massebilanzen und Wärmebilanzen eine große Hilfe sein kann.

Können Sie Beispiele benennen?

Natürlich. Ein Beispiel ist die Kühlungskristallisation. BMA hat einen vertikalen Kühlungskristallisator OVC entwickelt, der für die Rübenzuckerindustrie vorgesehen war, aber meiner Meinung nach sogar besser für meine Branche geeignet ist. Auf jeden Fall ist er in seiner Konfiguration eine gute Antwort auf die typischen Probleme, die wir in der Rohrzuckerherstellung mit der Ausbeute im Bereich Nachprodukt haben.

Ein anderes gutes Beispiel sind Fallfilmverdampfer. Andere Unternehmen haben früher schon versucht, Fallfilmverdampfer in der Rohrzuckerindustrie zu etablieren. Aber aus verschiedenen Gründen hat es nie richtig geklappt. Dass es funktionieren kann, hat man kürzlich bei einem Projekt in Indien gesehen, wo eine BMA-Verdampferstation mit fünf Stufen installiert wurde. Ich könnte die Liste fortsetzen: Kochapparate, der neue Diffuseur von BMA und natürlich auch die Zentrifugen. All das hat sich inzwischen auch für den Rohrzucker bewährt. Ich schätze, dass heute so um die 60% der Betreiber eher einen Diffuseur für die Extraktion von Rohrzucker anschaffen würden, als eine klassische Mühle.

Sie haben Indien erwähnt, aber was ist, wenn Sie den Markt in West- und Zentralafrika betrachten? Haben Ihre Kollegen die Möglichkeiten, die BMA bietet, genauso erkannt?

Davon gehe ich aus. Schon allein, weil unsere Anlagen in der Region als Vorzeigeobjekt für die gesamte Branche dienen und wir ein guter Kunde von BMA sind. Unsere OVC, die Verdampfstation, die Magmapumpen und Zentrifugen – all das sind BMA-Produkte. Die meisten Fabriken in West- und Zentralafrika achten genau darauf, was wir machen. Und wenn wir erfolgreich sind, dann kopieren sie uns. (lacht)